Was haben ein Radio und ein Gebäude gemeinsam?

Das „SATELLITE NINE 4“ – ist in seiner archi­tek­to­ni­schen Formen­spra­che der Inbegriff des zeitlosen und zeitgeis­ti­gen Stils der 60er und 70er Jahre. Ganz im Geiste bahnbre­chen­der techno­lo­gi­scher Erfin­dun­gen, die bis heute das Fundament von Innova­tion und Fortschritt sind.
Gerade die Techno­lo­gien, die zur Verein­fa­chung und Beschleu­ni­gung von Kommu­ni­ka­tion beitrugen, haben das gesell­schaft­li­che Leben maßgeb­lich verändert.

Wie etwa die von Werner Siemens voran­ge­trie­bene techni­sche Weiter­ent­wick­lung des Zeiger­te­le­gra­phen, der Mitte des 19. Jahrhun­derts eine Revolu­tion der Kommu­ni­ka­ti­ons­tech­nik einläu­tete. Seine gemeinsam mit Johann Georg Halske verbes­serte Konstruk­tion ermög­lichte eine deutlich schnel­lere Nachrich­ten­über­tra­gung.

Damals, 1849, eine wahre Sensation, denn über die erste elektri­sche Telegra­fen­li­nie Preußens von Berlin nach Frankfurt am Main konnten nun innerhalb einer Stunde die Beschlüsse der Frank­fur­ter Natio­nal­ver­samm­lung – des ersten deutschen Parla­ments – ins 500 Kilometer entfernte Berlin übertra­gen werden. Der Beginn einer unter­neh­me­ri­schen Erfolgs­ge­schichte vom Start-up zum Global Player, welche die Innova­tions- und Technik­ge­schichte der Zeit entschei­dend mitge­prägt hat.

Das „SATELLITE NINE 4“, 1970/71 am Steindamm in Hamburg erbaut, erinnert mit seinem geome­tri­schen Linien­ras­ter an die ersten Transis­tor-Radios der 60er und 70er Jahre, die – wie die Telegra­phie 100 Jahre zuvor – den Austausch zwischen Menschen weltweit möglich machten.

Bereit für ein
neues Zeitalter

Revita­li­sie­rung einer Stilikone

Mit seinen 14 Geschos­sen zählt das SATELLLITE NINE 4, neben dem Motel One, dem E.ON und EOS-Gebäude, dem Polizei­kom­mis­sa­riat, dem Berliner Tor Center und dem Gebäude der Hochschule für Angewandte Wissen­schaf­ten Hamburg (HAW), zu den höchsten und markan­tes­ten Gebäuden südlich des Haupt­bahn­hofs. Jetzt macht sich das SATELLITE NINE 4 bereit für ein neues Zeitalter.

Das Bestands­ge­bäude, ein wertvol­les Stück Baukultur, bleibt im Sinne der Nachhal­tig­keit erhalten und berei­chert mit seiner zeitlosen Moder­ni­tät weiter das Stadtbild Hamburgs. Mit umfas­sen­den Revita­li­sie­rungs­maß­nah­men wird der Design-Klassiker jetzt unter Berück­sich­ti­gung von Nachhal­tig­keits-Standards zukunfts­fä­hig gemacht und wird Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter bald moderne und gesunde Arbeits­wel­ten bieten.

Das Satellite Nine 4 in Zahlen

Einwei­hung: 1971

(daran nahm auch der damalige Bürger­meis­ter Herbert Weichmann, SPD, teil)

14 Oberge­schosse

ca. 575 feste Arbeits­plätze

(exkl. Bespre­chungs­räu­men sowie EG-Nutzung)

13.680 m² Mietflä­che

Q1 2025 Einzugs­fer­tig

ca. 290 PKW-Stell­plätze

1.743 m² Einzel­han­dels­flä­che

ca. 100 Fahrrad­stell­plätze

Lebendig und zentral

Im Rahmen des BID Steindamm wurde die verkehrs­be­hin­dernde Mittel­in­sel beseitigt. Neue Bepflan­zung sorgt für einen Allee­cha­rak­ter und eine höhere Aufent­halts­qua­li­tät - mit Radstrei­fen auf beiden Seiten und breiteren Fuß-wegen. Als Teil der Veloroute 7, die vom Rathaus­markt über die Mönke­berg­straße in Richtung Wandsbek führt, ist der Steindamm als großstäd­ti­scher Boulevard auch Teil einer neuen, emissi­ons­freien Mobilität.

Die Lage des SATELLITE NINE 4 erfüllt alle Parameter für Zentra­li­tät und Urbanität. Sie bildet das Drehkreuz zwischen dem Haupt­bahn­hof, der City und dem Business­vier­tel rund um das Rathaus einer­seits und der Alster mit dem belebten und beliebten Stadtteil St. Georg auf der anderen Seite.

Hier die perfekte Anbindung an den Fernver­kehr und den ÖNVP und da die kurze Entfer­nung zum kilome­ter­lan­gen Spazier­weg rund um die Alster. Ein Ort der Kontraste, wo tagsüber tausende Menschen in den umlie­gen­den Büros und Geschäf­ten arbeiten und am Abend in die bedeu­tends­ten Kultur­ein­rich­tun­gen der Stadt strömen oder auf ein Getränk in eine der vielen Bars und in die Kneipen und Restau­rants in St. Georg.

Ihr Raum, Ihr Design

Das SATELLITE NINE 4 beein­druckt durch seine flexiblen Grund­risse sowie einem einzig­ar­ti­gen Panorama-Blick über die Alster. Auf 13 Etagen und etwa 10.576 Quadrat­me­tern bietet das SATELLITE NINE 4 Raum für die Gestal­tung unter­schied­li­cher, kreativer Unter­neh­mens- und Arbeits­struk­tu­ren, welche die Anfor­de­run­gen von New-Work-Konzepten erfüllen und erweitern.

Das Objekt verfügt über einen Regel­grund­riss mit einem Achsras­ter von ca. 1,25 Meter, was eine freie und effizi­ente Flächen­nut­zung gemäß der Mieter­an­for­de­run­gen gewähr­leis­tet. Im Erdge­schoss befinden sich einer der histo­risch erfolg­reichs­ten Lidl-Märkte Deutsch­lands sowie Seminar­räume der Hochschule für Angewandte Wissen­schaf­ten. Das 14. OG ist als Archiv- und Technik­ge­schoss ausge­rich­tet.

Nachhal­tig­keit

Ein Stück Baukultur erhalten

Die nachhal­tigs­ten Gebäude sind die, die nicht neu gebaut werden. Erhalt statt Neubau lautet deshalb die Maxime von Quest, die das Thema Verant­wor­tung schon von Beginn an in die Projekt­pla­nung integriert. Schließ­lich lassen sich mit der Revita­li­sie­rung eines Objekts rund 40 Prozent Kosten sparen und sogar 80 bis 90 Prozent CO₂-Emissio­nen vermeiden.

Doch neben der immensen Einspa­rung von Ressour­cen spricht noch ein weiterer guter Grund für eine Moder­ni­sie­rung des SATELLITE NINE 4: Es ist ein Stück Baukultur, ein Stil-Statement der 1970er Jahre, das auf Dauer erhalten werden sollte. Die zeitlose Formen­spra­che und selbst­be­wusste Gradli­nig­keit sowie die Größe des Objekts sind als Symbol für Innova­tion und Zeitgeis­tig­keit zu lesen, die auch in den 2000er Jahren nichts an Moder­ni­tät eingebüßt haben. So leistet das SATELLITE NINE 4 seinen Beitrag für ein hetero­ge­nes Stadtbild, in dem sich Bestands- und Neubauten im harmo­ni­schen Neben­ein­an­der befinden.